Coxiella burnetii

Q-Fieber

Der Erreger ist weltweit verbreitet und kann beim Menschen zu einer Q-Fieberinfektion führen. Die Übertragung von Coxiellen auf den Menschen erfolgt in erster Linie durch Staub und Tröpfchen über die Atemwege. Seit langem ist bekannt, dass Berufsgruppen wie Schäfer, Schafscherer, Schlachthofpersonal, Landwirte und Tierärzte einem höheren Risiko ausgesetzt sind, an einer Q-Fieberinfektion zu erkranken, als andere Personenkreise. Es wurde festgestellt, dass der ständige Umgang mit möglichen Infektionsherden zu höheren Antikörpernachweisen bei den betroffenen Personen führt.

Infektionsquellen

Coxiella brunetii besitzt ein breites Wirtsspektrum, wird jedoch überwiegend bei Schafen, Ziegen, Rindern und auch bei Wildwiederkäuern festgestellt. In Naturherden zirkuliert der Erreger zwischen Wildsäugetieren, Vögeln und Zecken. Letztere dienen als Reservoir, aber auch als Vektor. Die Zecken bleiben ein Leben lang infiziert und können den Erreger an ihre Nachkommen weitergeben. Ein klassischer Infektionsweg für Tiere und auch für den Menschen ist die Inhalation infizierten Zeckenkots. Die Verbreitung von C. burnetii ist jedoch nicht ausschließlich an Zecken gebunden. Infizierte Tiere können den Erreger mit allen Sekreten und Exkrementen ausscheiden, so dass eine von Zecken unabhängige Übertragung von Tier zu Tier bzw. auf den Menschen erfolgen kann.

Merkmale

Coxiella (C.) burnetii ist ein pleomorphes (stäbchenförmiges, kokkoides, lanzettförmiges), Gram variables Bakterium aus der Familie der Rickettsiaceae. Der Keim ist mit einer Länge von 0,4 bis 1,0 µm und einem Durchmesser von 0,2 bis 0,4 µm im Lichtmikroskop gerade noch erkennbar. Er lebt obligat intrazellulär und kann sich außerhalb der Wirtszelle nicht vermehren.

C. burnetii zeichnet sich durch eine hohe Widerstandsfähigkeit gegenüber chemischen und physikalischen Einflüssen aus. Insbesondere in getrockneten Materialien ist die Überlebens­dauer sehr lang.

nach oben