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Erhebung des Kontaminationsstatus und Untersuchung von Sicherheitsaspekten für eine intensivierte Nutzung essbarer Insekten in Kenia (ContamInsect)

02/2020-12/2022

Förderprogramm / Mittelgeber: Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft

Förderkennzeichen: 2819DOKA01

Internetseite des Drittmittelprojektes: -

Beschreibung des Projektes:

Insekten sind aufgrund ihrer hohen Effizienz und guten CO2- und Wasserbilanz eine vielversprechende ökonomische und ökologische Quelle für proteinreiche Lebens- und Futtermittel tierischen Ursprungs. Speziell in afrikanischen Ländern könnte eine intensivierte Insektennutzung die Lebensmittelversorgung verbessern. Allerdings müssen zuvor Sicherheitsaspekte in Zusammenhang mit den Insekten untersucht werden. Das vorliegende Projekt konzentriert sich auf die Aufklärung des Kontaminationsstatus insbesondere mit Mykotoxinen, Dioxinen, PCBs und PAKs bei den in Kenia am häufigsten genutzten Insektenspezies. Die initiale Probenahme wird in Kenia erfolgen, wohingegen die anschließende chemische Analyse am Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) durchgeführt werden wird. In einem weiteren Projektabschnitt wird in Kenia ein Fütterungsexperiment mit stark Aflatoxin-kontaminiertem Getreide unter Verwendung von Larven der schwarzen Soldatenfliege (Hermetia Illucens) als eine der in Afrika am häufigsten genutzten Insektenarten durchgeführt. Die anschließenden analytischen Messungen sollen zeigen, ob die Larven in der Lage sind, die Mykotoxinkontamination im Futter zu tolerieren und ggf. das Toxin effizient auszuscheiden, ohne eine Bioakkumulation aufzuweisen. Die gesammelten Erkenntnisse werden für einen Report zusammengefasst und zur Erstellung von Verfahrensanweisungen genutzt, die insbesondere an lokale Farmer und Insektenverarbeiter vermittelt werden. Somit hat das Projekt zum Ziel, die Situation der Lebensmittelversorgung und -sicherheit für eine Proteinquelle tierischen Ursprungs zu verbessern. Darüber hinaus soll ein Weg aufgezeigt werden, um stark Aflatoxin-belastetes Getreide sicher nutzbar zu machen und der Lebens- und Futtermittelkette wieder zuzuführen.

Projektpartner:

  • Jomo Kenyatta University of Agriculture and Technology

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