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Partnerschaft zur Risikobewertung von Chemikalien (PARC)

05/2022-04/2029

Förderprogramm / Mittelgeber: Europäische Union (EU) - Belgien

Förderkennzeichen: 101057014

Internetseite des Drittmittelprojektes: http://www.eu-parc.eu

Beschreibung des Projektes:

Die europäische Partnerschaft zur Risikobewertung von Chemikalien (European Partnership for the Assessment of Risks from Chemicals - PARC) ist eine unter „Horizont Europa“ von der Europäischen Kommission geförderte Partnerschaft mit über 200 Partnern aus 28 Ländern und europäischen Behörden. In den nächsten sieben Jahren sollen dabei neue Wege für die Risikobewertung von Chemikalien entwickelt werden, um sowohl die Gesundheit der Menschen als auch die Umwelt zu schützen.

Um den verbleibenden Datenlücken, Unsicherheiten und Fragenstellungen europaweit im Rahmen eines verbesserten Verbraucher- und Umweltschutzes angemessen gerecht werden zu können, wurde in PARC ein explizit regulatorischer Fokus geschaffen, der es erlaubt, offene human- und ökotoxikologische sowie expositionsbezogene Fragen zu klären. Mit neuen Daten, Wissen, Methoden, Netzwerken und Kompetenzen sollen aktuelle und neue Herausforderungen im Bereich der Chemikaliensicherheit herausgestellt und angegangen werden. PARC ist damit ein Flaggschiff des europäischen Verbraucher- und Umweltschutzes und das erste groß angelegte EU-Programm mit direkter regulatorischer Relevanz und damit besonderer Bedeutung für die zukünftige Risikobewertung von Chemikalien in Europa. Die Koordination dieser auf sieben Jahre ausgelegten Partnerschaft übernimmt die französische Behörde für Lebensmittelsicherheit, Umwelt- und Arbeitsschutz (ANSES).

Das PARC-Programm verfolgt drei Hauptziele:

  • Weiterentwicklung eines EU-weiten, fächerübergreifenden Netzwerkes - mit dessen Hilfe sollen Forschung und Innovation in der Chemikalienbewertung gefördert werden und deren Ergebnisse Eingang in die Regulierung von Chemikalien finden
  • Initiierung gemeinsamer EU-Forschungsprojekte bei dringlichen Themen - auf diese Weise soll die Risikobewertung unterstützt und auf neue Herausforderungen reagiert werden
  • Stärkung bereits existierender Forschungskapazitäten - zugleich sollen EU-weite, fächerübergreifende Plattformen aufgebaut werden, um der Risikobewertung von Chemikalien neue Impulse zu geben.

PARC umfasst insgesamt folgende neun Arbeitspakete (WP):

  • WP1: Koordination und Management
  • WP2: ein gemeinsamer wissenschaftspolitischer Arbeitsplan
  • WP3: Synergien, Kooperationen und Sensibilisierung
  • WP4: Überwachung und Exposition
  • WP5: Gefährdungsbeurteilung
  • WP6: Innovation in behördlicher Risikobewertung
  • WP7: FAIR data
  • WP8: Konzepte und Werkzeuge
  • WP9: Aufbau infrastruktureller und personeller Kapazitäten.

Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) und das Umweltbundesamt (UBA) sind von deutscher Seite führend beteiligt, zusätzlich sind insgesamt 18 deutsche Institutionen involviert („Affiliated Entities“).

Im vom BfR verantworteten Arbeitspaket „Gefährdungsbeurteilung/ Hazard Assessment“ geht es um folgende Ziele:

  • Verbesserung des gesundheitlichen Verbraucherschutzes durch das Schließen von Datenlücken für die Risikobewertung von möglicherweise gefährlichen Stoffen
  • Entwicklung und Verbesserung innovativer und prädiktiver Methoden, die unmittelbar zur Identifizierung chemischer Gefahren, zur Risikobewertung und zur Regulierung dieser Stoffe beitragen
  • Verbesserung von Risikobewertungskonzepten zum Schutz der Gesundheit und der Umwelt
  • Weiterentwicklung von Methoden, die alternativ zum Tierversuch eingesetzt werden können
  • Aufbau eines europaweiten Netzwerks von Toxikologinnen und Toxikologen als Beitrag zu einem einheitlichen Vorgehen bei der Risikobewertung von Chemikalien in Europa.

Zudem engagiert sich das BfR im Arbeitspaket „A common science-policy agenda“ („Ein gemeinsamer wissenschaftspolitischer Arbeitsplan“). Es wird die entscheidende Grundlage dafür schaffen, dass die in PARC erzielten Ergebnisse in die Arbeit der regulierenden Behörden in Europa Eingang finden.

Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des BfR tragen zur Entwicklung und Bereitstellung von (neuen, teilweise tierversuchsfreien) Methoden bei, die der Bedarfsanalyse, der Risikobewertung von Chemikalien als auch der Umsetzung von Maßnahmen im behördlichen Risikomanagement dienen. Weiterhin soll durch die Zusammenarbeit verschiedener Akteure in PARC der Austausch gefördert und somit ein nachhaltiges Netzwerk zur Identifizierung und Priorisierung von wissenschaftlichen und technischen Fortschritten und Bedarfen auf dem Gebiet der Risikobewertung von Chemikalien geschaffen werden.

Projektpartner

  • Fraunhofer-Institut für Molekularbiologie und Angewandte Ökologie (Fraunhofer IME) - Deutschland
  • Technische Universität Berlin (TU Berlin) - Deutschland
  • Universität zu Köln, vertreten durch Universitätsklinikum Köln AöR (Uni Köln) - Deutschland
  • Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) Halle (Saale) - Deutschland
  • Technische Universität Kaiserslautern (TU Kaiserslautern) - Deutschland
  • Leibniz-Institut für umweltmedizinische Forschung gGmbH (IUF) - Deutschland
  • Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung GmbH (UFZ) Leipzig - Deutschland
  • Leibniz-Institut für Arbeitsforschung an der TU Dortmund (IfADo) - Deutschland
  • Karlsruher Institut für Technologie (KIT) - Deutschland
  • Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover (TiHo) - Deutschland
  • Fraunhofer-Institut für Toxikologie und Experimentelle Medizin (Fraunhofer ITEM) Hannover - Deutschland
  • Universität Konstanz (Uni Konstanz) - Deutschland
  • Fraunhofer-Institut für Biomedizinische Technik (Fraunhofer IBMT) Sulzbach - Deutschland
  • French Agency for Food, Environmental and Occupational Health & Safety (ANSES) - Frankreich
  • Umweltbundesamt (UBA) - Deutschland
  • Umweltbundesamt GmbH (EAA) - Österreich
  • Flämisches Institut für technologische Forschung (VITO) - Belgien
  • The State General Laboratory (Ministry of Health) of Cyprus (MoH SGL) - Zypern
  • Croatian National Institute of Public Health (HZJZ) - Kroatien
  • National Centre for Toxic Compounds represented by the Masaryk University (RCETOX MUNI) - Tschechien
  • Institute of Health Information and Statistics of the Czech Republic (UZIS) - Tschechien
  • The Danish Environmental Protection Agency, DK (EPA DK) - Dänemark
  • Estonian Health Borad (Terviseamet) Tallinn - Estland
  • European Environment Agency (EEA) (EEA)
  • Europäische Chemikalien Agentur (ECHA) - Finnland
  • Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) - Italien
  • Finnish Institute for Health and Welfare (THL) - Finnland
  • Finnish Institute of Occupational Health (FIOH) - Finnland
  • French Agency for Food, Environmental and Occupational Health & Safety (ANSES) - Frankreich
  • Public Health France (SpF) - Frankreich
  • Aristoteles-Universität Thessaloniki (Uni Thessaloniki) - Griechenland
  • Benaki Phytopathological Institute (BPI) - Griechenland
  • National Public Health Center (NPHC) (NPHC) - Ungarn
  • Ministry of Health - Israel (MOH) - Israel
  • Italian National Institute of Health (ISS) - Italien
  • Universität von Island (UI) - Island
  • Latvian Council of Science (LCS) - Lettland
  • Lithuanian National Public Health Surveillance Laboratory (NPHSL) - Litauen
  • Litauische Universität für Gesundheitswissenschaften (LSMU) - Litauen
  • Laboratoire national de santé (LNS) Dudelange - Luxemburg
  • National Institute For Public Health and The Environment (RIVM) - Niederlande
  • Norwegian Institute of Public Health (FHI) Oslo - Norwegen
  • Nofer Institute of Occupational Medicine (NIOM) - Polen
  • National Institute of Health Dr. Ricardo Jorge (INSA) - Portugal
  • Medizinische Fakultät (FMUL) (Universität Lissabon)
  • National Institute of Public Health, Slowenia (NIJZ) - Slowenien
  • Institut "Jožef Stefan" (JSI) - Slowenien
  • Carlos III Institut für Gesundheit (ISCIII) - Spanien
  • Institute of Environmental Assessment and water Research-CSIC (IDAEA-CSIC) Barcelona - Spanien
  • Swedish Environmental Protection Agency (SEPA) - Schweden
  • Bundesamt für Gesundheit, CH (FOPH) - Schweiz
  • Slowakische Medizinische Universität Bratislava (SMU) - Slowenien
  • Public Health England (PHE) - Vereinigtes Königreich

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