Internationale Organisationen
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Zusammenarbeit auf europäischer Ebene
Die Lebensmittel-, Produkt- und Chemikaliensicherheit in der Europäischen Union ist ein immer bedeutenderes Ziel einer rasch zunehmenden und wachsenden Globalisierung der Weltwirtschaft. Das Angebot an Lebensmitteln und verbrauchernahen Produkten in Europa steigt stetig, und damit steigen auch die Anforderungen an die europäischen Staaten und die Europäische Union, Risiken im Bereich von Lebensmitteln, Produkten und Chemikalien wissenschaftlich zu bewerten, zu minimieren und effektiv zu kommunizieren. Auf EU-Ebene sind Risikobewertung und Risikokommunikation vom Risikomanagement institutionell getrennt. Während Risikobewertungen von der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSAkurz fürEuropean Food Safety Authority (Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit)) durchgeführt werden, befasst sich die Europäische Kommission mit dem Risikomanagement.
Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSAkurz fürEuropean Food Safety Authority (Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit)) wurde 2002 als eine Einrichtung der Europäischen Union gegründet und dient als unparteiische Quelle wissenschaftlicher Beratung für Risikomanager. Sie ist auf europäischer Ebene die zentrale Behörde für die Bewertung und Kommunikation von Risiken entlang der Lebens- und Futtermittelkette. Dabei arbeitet die EFSAkurz fürEuropean Food Safety Authority (Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit) mit verschiedenen Interessengruppen, u.a. mit den nationalen Behörden der Mitgliedstaaten, zusammen und fördert so die Kohärenz der wissenschaftlichen Beratung in der EU. Ihre Bewertungen dienen als wissenschaftliche Grundlage für Gesetzesvorschriften zum Schutz der europäischen Verbraucher vor lebensmittelbedingten Risiken. Die deutsche Kontaktstelle (EFSAkurz fürEuropean Food Safety Authority (Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit) Focal Point) ist am BfRkurz fürBundesinstitut für Risikobewertung angesiedelt und koordiniert den wissenschaftlichen Informationsaustausch zwischen der EFSAkurz fürEuropean Food Safety Authority (Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit) und den auf nationaler Ebene zuständigen Einrichtungen.
Das JRC der Europäischen Kommission liefert unabhängige, evidenzbasierte Erkenntnisse und wissenschaftliche Informationen und unterstützt damit EU-Politikmaßnahmen, die sich positiv auf die Gesellschaft auswirken. Wissenschaftler des JRC der Europäischen Kommission führen Forschungen in verschiedenen Bereichen durch, um EU-Entscheidungsträger unabhängig zu beraten und die Wissenschaft in den Mittelpunkt der europäischen Politik zu stellen. Die Experten des BfRkurz fürBundesinstitut für Risikobewertung sind in verschiedenen Forschungsprojekten im engen Austausch mit dem JRC.
Die Europäische Chemikalienagentur (ECHAkurz fürEuropäische Chemikalienagentur) ist die zentrale EU-Behörde für Chemikaliensicherheit. Sie setzt EU-Gesetze wie die REACH-Verordnung (Registration, Evaluation, Authorisation and Restriction of Chemicals) um, die dem Schutz der menschlichen Gesundheit und der Umwelt dienen sowie die Wettbewerbsfähigkeit in Europa fördern. Dabei engagiert sich die ECHAkurz fürEuropäische Chemikalienagentur auch für Alternativmethoden zur Gefahrenbeurteilung von Stoffen, um die Anzahl von Tierversuchen zu verringern. In Absprache mit der ECHAkurz fürEuropäische Chemikalienagentur wirkt auch das BfRkurz fürBundesinstitut für Risikobewertung in der Umsetzung der REACH-Verordnung mit und führt zum Schutz von Verbrauchern Externer Link:Bewertungen chemischer Risiken unter REACH-Regelungen durch. Dafür ist das BfRkurz fürBundesinstitut für Risikobewertung in mehreren ECHAkurz fürEuropäische Chemikalienagentur-Gremien aktiv.
Die Externer Link:Europäische Umweltagentur ist eine Agentur der Europäischen Union, die mit der Bereitstellung unabhängiger und qualitativ hochwertiger Informationen über die Umwelt beauftragt ist. Sie setzt sich für eine nachhaltige Entwicklung ein und trägt zu bedeutenden und messbaren Verbesserungen der europäischen Umwelt bei, indem sie politischen Entscheidungsträgern und der Öffentlichkeit zeitnahe, zielgerichtete, relevante und verlässliche Informationen zur Verfügung stellt. Das BfRkurz fürBundesinstitut für Risikobewertung ist unter anderem im Rahmen des europäischen Externer Link:PARC (Partnership for the Assessment of Risks from Chemicals) Projektes im Austausch mit der EEA.
Das CEN ist eine von drei europäischen Normungsorganisationen, die von der Europäischen Union und der Europäischen Freihandelsassoziation (EFTA) offiziell als zuständig für die Entwicklung und Festlegung freiwilliger Normen auf europäischer Ebene anerkannt sind. Es ist eine Vereinigung, die die nationalen Normungsgremien von 34 europäischen Ländern zusammenführt und bietet eine Plattform für die Entwicklung europäischer Normen und anderer technischer Dokumente in Bezug auf verschiedene Arten von Produkten, Materialien, Dienstleistungen und Prozessen. Das BfRkurz fürBundesinstitut für Risikobewertung ist in verschiedenen CEN-Gremien aktiv.
Die European One Health Association (EOHA) ist eine internationale wissenschaftliche Gemeinschaft von Experten, die darauf abzielt, die Integration von Medizin/öffentlicher Gesundheit, Lebensmittelsicherheit/Tiergesundheit und relevanten Umweltwissenschaften in Zusammenarbeit mit den beteiligten Stakeholdern zu stärken. Die Vereinigung baut auf verschiedene Vorläuferaktivitäten auf. Ihre Aktivitäten konzentrieren sich auf den Aufbau von One Health-Strukturen, die Integration von One Health-Forschung, die Harmonisierung von Verfahren und Methoden sowie die Weiterbildung von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern in den Partnerinstituten. Das BfRkurz fürBundesinstitut für Risikobewertung ist in zwei der EOHA Gremien aktiv.
Zusammenarbeit auf globaler Ebene
In unserer globalisierten Welt ist der Austausch mit internationalen Organisationen in den letzten Jahren immer bedeutender geworden. Die Zusammenarbeit bündelt wissenschaftliche Expertise, um neue oder grenzüberschreitende Risiken gemeinsam besser einschätzen zu können. Der Abgleich von Daten und Methoden fördert die internationalen Standards für Lebensmittelsicherheit und Risikobewertung. Zudem hilft der Austausch bewährte Verfahren einzusetzen, um Empfehlungen rasch für Verbraucherinnen und Verbraucher umzusetzen.
Die WHO ist eine Organisation der Vereinten Nationen, die Länder, Partner und Menschen miteinander verbindet, um die Gesundheit zu fördern und die Welt sicher zu machen. Die WHO leitet weltweite Bemühungen zur Ausweitung der universellen Gesundheitsversorgung. Außerdem führt und koordiniert diese Organisation die weltweiten Maßnahmen zur Bewältigung von Gesundheitsnotfällen. Die WHO und das BfRkurz fürBundesinstitut für Risikobewertung haben seit 2024 eine zunächst auf zehn Jahre angelegte Zusammenarbeit beschlossen. Im Mittelpunkt der Kooperation stehen die Themen Lebensmittelsicherheit, globale Vernetzung für die Risikobewertung, innovative Risikobewertungen zur Bewältigung von Herausforderungen in Lebensmittelsicherheit und Ernährung, Risikokommunikation, Kapazitätsaufbau und Nachhaltigkeit in der Nahrungskette. Die Kooperationsvereinbarung wurde am 26. März 2024 am Sitz des BfRkurz fürBundesinstitut für Risikobewertung in Berlin-Marienfelde unterschrieben.
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Die FAO ist eine Sonderorganisation der Vereinten Nationen, die die internationalen Bemühungen zur Bekämpfung des Hungers anführt. Ihr Ziel besteht darin, Ernährungssicherheit für alle zu gewährleisten und sicherzustellen, dass die Menschen regelmäßig Zugang zu hochwertigen Nahrungsmitteln haben, um ein aktives und gesundes Leben führen zu können. Die BfRkurz fürBundesinstitut für Risikobewertung-Expertinnen und Experten beteiligen sich regelmäßig bei diversen Kapazitätsentwicklungsprojekten des FAO, um die Länder weltweit im Bereich der Risikobewertung zu stärken.
Die Codex Alimentarius Kommission dient als gemeinsames Instrument der WHO und der FAO, mit dem obersten Ziel, durch die Erarbeitung von internationalen Lebensmittelstandards die Gesundheit der Verbraucher zu schützen und redliche Praktiken im internationalen Verkehr mit Lebensmitteln sicherzustellen. Als Gremium ist sie zuständig für alle Angelegenheiten im Zusammenhang mit der Umsetzung des gemeinsamen Lebensmittelstandardprogramms der FAO und der WHO. Zahlreiche Wissenschaftler/ Wissenschaftlerinnen sind in verschiedenen CAC-Gremien ist aktiv.
Die OECD ist ein Forum und Wissenszentrum für Daten, Analysen und bewährte Verfahren im Bereich der öffentlichen Politik. Sie arbeitet mit über 100 Ländern weltweit zusammen, um eine stärkere, gerechtere und sauberere Gesellschaft aufzubauen und so zu einer besseren Politik für ein besseres Leben beizutragen. Das BfRkurz fürBundesinstitut für Risikobewertung arbeitet eng mit der OECD zusammen, unter anderem zur Entwicklung und Harmonisierung gemeinsamer Test‑ und Prüfstandards.
Das ILRI ist ein Forschungszentrum und ein Mitglied der Beratungsgruppe für Internationale Agrarforschung (Consultative Group on International Agricultural Research, CGIAR), einer globalen Forschungspartnerschaft für eine Zukunft mit Ernährungssicherheit. Die Mission des ILRI ist es, die Lebensbedingungen der Menschen in Ländern durch Nutztierforschung zu verbessern. Diese soll zu gerechten und widerstandsfähigen Tierzuchtsystemen beitragen, um eine Transformation der Ernährungssysteme mit positiven Auswirkungen auf Klima und Umwelt zu erreichen. Am 16. November 2016 unterzeichnete das BfRkurz fürBundesinstitut für Risikobewertung mit dem ILRI eine Kooperationsvereinbarung (Joint Declaration of Intent on Cooperation, JDI). Das BfRkurz fürBundesinstitut für Risikobewertung beteiligte sich am BMZ-Projekt „Boosting Uganda‘s Investment in Livestock Development (BUILD)“ zusammen mit dem ILRI von 2019 bis Ende 2023. Vier Projekthauptbetätigungsfelder waren:
- Unterstützung aktueller Kampagnen zur Eradikation der Pest der kleinen Wiederkäuer (PPR)
- Die Kontrolle zoonotischer Erkrankungen (Schwerpunkt Rifttalfieber (RVF)
- Überwachung von Antibiotikaresistenzen
- Verbesserung der Gesundheitsfürsorge an Schlachtstätten
[„Erfolge der Zusammenarbeit“ könnten noch ergänzt werden]
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Die UNIDO ist eine Sonderorganisation der Vereinten Nationen mit dem Auftrag, die industrielle Entwicklung zu fördern und zu beschleunigen. Die Organisation konzentriert sich darauf, Entwicklungsländer beim Aufbau einer nachhaltigen und umweltgerechten Wirtschaftsstruktur zu unterstützen. Die UNIDO ist die einzige multilaterale Organisation, die das nachhaltige Entwicklungsziel (SDG) 9 der Vereinten Nationen als ihre Kernaufgabe hat: Nachhaltige industrielle Entwicklung, Innovation und Infrastruktur. Das BfRkurz fürBundesinstitut für Risikobewertung arbeitet mit der UNIDO zusammen, um Kapazitäten für Risikobewertung im Bereich Lebens- und Futtermittelsicherheit in bestimmten Ländern zu entwickeln.
Ein erster Austausch mit UNIDO fand im Rahmen der Zusammenarbeit des BfRkurz fürBundesinstitut für Risikobewertung mit der moldauischen Partnerinstitutionen - der Nationalen Behörde für Lebensmittelsicherheit (Externer Link:ANSA) und dem Nationalen Zentrum für Tier- und Pflanzengesundheit und Lebensmittelsicherheit (Externer Link:PI NCAPHFS) statt, um Aktivitäten im Bereich Kapazitätsaufbau besser zu koordinieren, Synergien zu nutzen und zusätzliche Fördermittel einzuwerben.
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Die WOAH ist eine zwischenstaatliche Organisation und konzentriert sich auf die transparente Verbreitung von Informationen über Tierseuchen, die Verbesserung der Tiergesundheit weltweit und damit auf die Schaffung einer sichereren, gesünderen und nachhaltigeren Welt. Gemeinsam koordinieren die WOAH und ihre Mitglieder die weltweite Reaktion auf Tiergesundheitskrisen, die Prävention von Zoonosen, die Förderung der Tiergesundheit und des Tierschutzes sowie einen besseren Zugang zur Tiergesundheitsversorgung. Derzeit ist das BfRkurz fürBundesinstitut für Risikobewertung in einem der European One Health Association (EOHA) Gremien aktiv.