EU-Instrumente
Internationales auf einen Blick
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Internationale Lebensmittelsicherheit beginnt mit verlässlichen Strukturen vor Ort und enger Zusammenarbeit zwischen den zuständigen Institutionen. Um den behördlichen Aufbau in Partnerländern zu unterstützen, wissenschaftliche Standards europaweit zu fördern, aber auch um bestehende Expertise und Praktiken zu teilen und zu erweitern, beteiligt sich das BfRkurz fürBundesinstitut für Risikobewertung an bewährten EU-Instrumenten.
TAIEX
Was ist TAIEX? Das Programm TAIEX (Technical Assistance and Information Exchange) der Europäischen Kommission dient dem kurzfristigen Wissenstransfer. Durch Studienreisen, Seminare und Experteneinsätze werden konkrete Themen adressiert und Fachwissen unmittelbar weitergegeben. Die Zielgruppe sind Behörden in Ländern der EU-Nachbarschaft, Erweiterungskandidaten sowie Drittländer.
Externer Link:Mehr Information zu TAIEX finden Sie auf der Website der Europäischen Kommission
Das BfRkurz fürBundesinstitut für Risikobewertung bringt in diesem Format seine wissenschaftliche Expertise in Bereichen wie Risikobewertung, Datenmanagement oder Risikokommunikation ein und trägt so zur nachhaltigen Strukturentwicklung im öffentlichen Gesundheits- und Verbraucherschutz bei.
Auszug BfRkurz fürBundesinstitut für Risikobewertung TAIEX-Projekte
TAIEX-Projekte
Titel: Exchange of experience on developing a food consumption database (TAIEX Case ID AGR IND/STUD 84174)
Drei Expertinnen des Azerbaijan Food Safety Institute (AFSI) besuchten das BfRkurz fürBundesinstitut für Risikobewertung für einen fachlichen Austausch zur „Erhebung und Nutzung von Lebensmittelverzehrsdaten für die Expositionsabschätzung“. Ziel war es, Grundlagen für eine nationale Verzehrsdatenbank zu schaffen.
Titel: Food hygiene and management of food born diseases outbreaks (TAIEX Case AGR IND/STUD 68501)
Im Februar 2019 besuchten drei Vertreterinnen und Vertreter des tunesischen Gesundheitsministeriums das BfRkurz fürBundesinstitut für Risikobewertung im Rahmen der TAIEX-Studienreise. Themen des fachlichen Austausches waren der Umgang mit lebensmittelbedingten Erkrankungen, die nationalen Referenzlaboratorien sowie das europäischen Lebensmittelrecht.
Titel: Expert Mission on Risk Management and Risk Assessment at EU level – Legislation and Implementation (TAIEX Case AGR IND/EXP 67881)
Im Auftrag der Europäischen Kommission und in Zusammenarbeit mit der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSAkurz fürEuropean Food Safety Authority (Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit)) führten das BfRkurz fürBundesinstitut für Risikobewertung und das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVLkurz fürBundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit) eine TAIEX-Expertenmission in Albanien durch. Ziel war es, die Strukturen für Risikobewertung, Risikokommunikation und Risikomanagement in Albanien an EU-Standards anzugleichen und wissenschaftliches Know-how für den gesundheitlichen Verbraucherschutz zu vermitteln. Die Veranstaltung richtete sich an das albanische Landwirtschaftsministerium sowie die nationale Lebensmittelbehörde AKU.
Externer Link:Zur Pressemitteilung „Näher an EU-Standards – Verbraucherschutz in Albanien stärken“ (PDF)
Die einwöchige Maßnahme wurde von mehreren Fachgruppen des BfRkurz fürBundesinstitut für Risikobewertung sowie der Studienzentren unterstützt und durch die Stabsstelle Internationale Angelegenheiten koordiniert.
TSI - PACE
Mit dem Flaggschiffprojekt PACE (Public Administration Cooperation Exchange) unterstützt die EU im Rahmen des Instruments für technische Unterstützung (TSI) den Austausch von Mitarbeitenden zwischen Behörden der EU-Mitgliedstaaten. Ziel ist die Verbesserung von Verwaltungskompetenzen (Public Sector Expertise) durch die EU-weite Zusammenarbeit zwischen öffentlich Bediensteten. Die Mitgliedstaaten können Anträge auf technische Unterstützung in einem breiten Spektrum von Bereichen einreichen, z. B. grüner und digitaler Wandel, öffentliche und private Finanzen, Gesundheit oder Kompetenzen und Bildung. Nach einem erfolgreichen Antrag erfolgt ein Austausch zwischen den Mitarbeitenden, der bis zu drei Wochen dauern und bis zu zweimal wiederholt werden kann.
Das TSI der Europäischen Kommission bildet den Rahmen für die PACE-Initiative und unterstützt die Behörden der EU-Mitgliedstaaten bedarfsgerecht und maßgeschneidert bei ihren Anstrengungen zur Konzeption und Umsetzung von Reformen. Damit ist es ein wichtiger Pfeiler der EU-Initiative zur Unterstützung der Mitgliedstaaten bei der Abfederung der wirtschaftlichen und sozialen Folgen des Ausbruchs der COVID-19-Krise.
Mehr Informationen zu Externer Link:PACE und Externer Link:TSI finden Sie auf der Website der Europäischen Kommission.
Das BfRkurz fürBundesinstitut für Risikobewertung hat seit 2023 mehrere erfolgreiche PACE-Anträge gestellt und teilweise bereits mit europäischen Partner-Behörden durchgeführt. Verwaltungskompetenzen und die internationale Zusammenarbeit konnten so auf beiden Seiten gestärkt werden.
Auszug BfRkurz fürBundesinstitut für Risikobewertung PACE-Projekte
BfR PACE-Projekte
Titel: Working Visit from the German EFSAkurz fürEuropean Food Safety Authority (Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit) Focal Point to the French EFSAkurz fürEuropean Food Safety Authority (Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit) Focal Point – An Exchange of Expertise in International Work in the area of Food Safety (PACE 24DE13 91080)
Bestehende Verbindungen zwischen dem BfRkurz fürBundesinstitut für Risikobewertung und seiner französischen Schwesterbehörde ANSES (French Agency for Food, Environmental and Occupational Health and Safety) – beispielsweise ähnliche Strukturen, Themen und Aufgaben, aber auch gemeinsame Partner und Projekte - dienten als Grundlage für den einwöchigen PACE-Austausch zwischen den Mitarbeitenden beider EFSAkurz fürEuropean Food Safety Authority (Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit) Kontaktstellen (EFSAkurz fürEuropean Food Safety Authority (Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit) Focal Points, FP) in Maisons-Alfort, Frankreich. Im Mittelpunkt des Arbeitsbesuches stand ein intensiver Austausch über Erfahrungen und bewährte Verfahren bei der Durchführung und Koordinierung der Aktivitäten beider FPs in Verbindung mit der EFSAkurz fürEuropean Food Safety Authority (Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit). Dazu gehörten Aktivitäten im Bereich des Stakeholder-Managements, in der Koordination von Informationen und Veranstaltungen, in der Unterstützung bei Kapazitätsentwicklungsmaßnahmen sowie in der Zusammenarbeit mit internationalen Partnereinrichtungen.