Vermeidung und Behandlung von Stillproblemen

Studien zeigen, dass Stillprobleme häufige Gründe für vorzeitiges Abstillen sind. Daher ist es besonders wichtig, dass stillende Frauen bei der Vermeidung und Behandlung von stillbedingten Problemen wie Schmerzen oder Wunden an den Brustwarzen, Milchstau oder Brustentzündungen von Hebammen oder Stillberaterinnen unterstützt und beraten werden oder sich gegebenenfalls an ihren Gynäkologen wenden.

Richtiges Anlegen

Viele Stillprobleme lassen sich auf falsche Anlegetechniken zurückzuführen. Entscheidende Hinweise für Ursachen und damit auch für die Behandlung von Stillproblemen können durch genaues Beobachten von Mutter und Kind während des Stillens gewonnen werden.

Durch Korrektur der Stilltechnik bzw. der Position des Säuglings können u. a. anfängliche Schmerzen beim Stillen und Wunden an den Brustwarzen vermieden oder zumindest verringert werden.

Hinweise zum richtigen Anlegen hat die Nationale Stillkommission in ihrer Empfehlung „Stillen – richtiges Anlegen und Saugen“ zusammengefasst, die am Ende dieser Seite als pdf-Datei zu finden ist.

Schmerzende und wunde Brustwarzen in der Stillzeit

Schon in den ersten Tagen nach der Geburt klagen viele Frauen über Schmerzen im Bereich der Brustwarzen. Es ist aber durchaus normal, wenn die Brustwarzen zu Beginn der Stillzeit durch die mechanische Belastung empfindlich reagieren. Diese Empfindlichkeit ist vorübergehend und verschwindet innerhalb der ersten Tage nach der Geburt, wenn das Kind richtig angelegt wird und korrekt ansaugt.

Stillen sollte, abgesehen von der Brustwarzenempfindlichkeit zu Beginn, keine Schmerzen verursachen. Treten länger andauernde Schmerzen oder Wundsein auf, sollten Frauen Hilfe in Anspruch nehmen. Empfehlungen der Nationalen Stillkommission zur Prävention und Behandlung von wunden Brustwarzen in der Stillzeit finden Sie am Ende dieser Seite.

Evidenzbasierte Leitlinien

Die Behandlung von stillbedingten Problemen wird in Abhängigkeit des betreuenden Fachpersonals sehr unterschiedlich gehandhabt.

Die Nationale Stillkommission ist der Auffassung, dass einheitliche Leitlinien helfen, die Gynäkologen, Hebammen und Stillberaterinnen bei der Diagnose und Therapie von stillbedingten Brusterkrankungen zu unterstützen. In Kooperation mit verschiedenen medizinischen Fachgesellschaften und anderen Organisationen entwickelte die Nationale Stillkommission eine evidenzbasierte Leitlinie zur Therapie von entzündlichen Brusterkrankungen in der Stillzeit. In dieser Leitlinie werden auf Grundlage wissenschaftlicher Evidenz und praktischer Erfahrungen von Ärzten, Hebammen, Stillberaterinnen und stillenden Frauen Empfehlungen zur Behandlung von Mastitis (Brustentzündung) und Brustabszess gegeben. Die Wirksamkeiten bestehender Behandlungsformen von wunden Brustwarzen und Milchstau werden ebenfalls systematisch geprüft und Empfehlungen dazu abgeleitet.

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Empfehlungen

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Datum Titel Größe
01.08.2007
Empfehlung der Nationalen Stillkommission
Stillen - richtiges Anlegen und Saugen 101.0 KB
PDF-Datei
01.08.2007
Empfehlung der Nationalen Stillkommission
Wunde Brustwarzen in der Stillzeit - Ursachen, Prävention und Therapie 44.1 KB
PDF-Datei

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Sonstige Dokumente

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Datum Titel Größe

Verabschiedet von der UNICEF-Prüfungskommission, von der Fachkommission und vom Stiftungsrat im November 04
Empfehlungen zum Umgang mit Schnullern bei gesunden Säuglingen 49.2 KB
PDF-Datei

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Externe Links

 (1)
Link
S3-Leitlinie: Therapie entzündlicher Brusterkrankungen in der Stillzeit

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