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Schutz von Lebensmitteln beim Seetransport von gefährlichen Gütern

Beim Transport von Lebens- oder Futtermitteln kann es zu Verunreinigungen kommen,

  • wenn sie in nicht ausreichend gesäuberte (kontaminierte) Behälter geladen werden,
  • wenn sie nicht ausreichend dicht verpackt neben anderen unzureichend verpackten anderen Gütern oder auf Grund von Beschädigungen leckenden gefährlichen Güter befördert werden.

Daher sollten Lebens- oder Futtermittel unter anderem getrennt von gefährlichen Gütern befördert werden.

Sehr allgemein gehaltene Vorschriften gelten seitens der Europäischen Gemeinschaft. Die Hygieneregeln sind in der Verordnung (EG) Nr. 852/2004 und (EG) Nr. 183/2005 verankert. Beide nehmen auf die Verordnung (EG) Nr. 178/2002 zur Lebensmittelsicherheit Bezug. Die Einhaltung und Überprüfung der Anforderungen des Lebensmittelrechts liegt gemäß Artikel 17 (1) dieser Verordnung bei den Lebensmittel- und Futtermittelunternehmen.

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Das Bundesinstitut für Risikobewertung

Regelungen für Trennung und Stauung von Lebens- und Futtermittel beim gleichzeitigen Transport mit gefährlichen Gütern

Die international gültigen Vorschriften zum Gefahrguttransport enthalten Schutzregelungen für Lebens- und Futtermittel. Für den Landverkehr gelten die von den Vereinten Nationen in den Modellvorschriften formulierten Grundsätze.

Nutzungsbedingungen von Behältern und Tanks für Leben- und Futtermitteltransporte auf See

Pflanzliche und tierische Fette und Öle werden in Tanks befördert. Pflanzenöle aus Asien (v.a. aus Malaysia und Indonesien) werden vor allem als flüssige Massengüter in Tankschiffen in die Europäische Gemeinschaft eingeführt. Sie dienen als Vorprodukte für Biotreibstoffe, für umweltfreundliche Waschmittel, aber auch für Margarine und Lebensmittelzusätze.

Geschmacksbeeinträchtigungen bei Fisch

Bereits früh wurden Geschmacksveränderungen bei Essfischen als Anzeichen eines Gesundheitsrisikos betrachtet. Das nicht oder nur unzureichend verbotene Einleiten von Öl aus Schiffen führte im beginnenden 20. Jahrhundert zu erheblichen Einschränkungen beim Fischfang, da ölig schmeckende Fische nicht vermarktet werden konnten.