Umgang mit Havarien beim Transport von gefährlichen Gütern auf See
Auf Seeschiffen, die gefährliche Ladung befördern, stellen Feuer, Leckagen und Vergiftungen ein erhebliches Risiko dar und stellen die Besatzung vor schwierige Aufgaben.
nach oben
Das Bundesinstitut für Risikobewertung
Schwere Erkrankungen und vor allem Vergiftungen an Bord von Schiffen können auf See erhebliche Herausforderungen an die Therapie darstellen. Die Verlegung in ein nahe gelegenes Krankenhaus, der Einsatz eines Notarztwagens und ähnliche an Land übliche Maßnahmen sind fast immer unmöglich. Die Besatzung von Schiffen ist auf sich gestellt, auf ihre Grundausbildung und Grundausstattung beschränkt. Havarien mit gefährlichen Gütern, sowohl Leckagen, Feuer oder Vergiftungen, müssen mit Bordmitteln bekämpft werden. Einzig möglich ist eine telefonische Beratung und mit deutlicher Verzögerung vielleicht sogar die Übergabe von Patienten mit einem Hubschrauber an besser ausgestattete Schiffe oder an Einrichtungen auf dem Festland.
mehr
Die Ausrüstung der Schiffe ist durch Vorschriften und Anforderungen des Internationalen Übereinkommens zum Schutz des menschlichen Lebens auf See (SOLAS) festgeschrieben. Bei der Vielfalt gefährlicher Güter, die in Verpackungen vor allem Containern und Fahrzeugen mit Schiffen befördert werden, bestehen sehr unterschiedliche Risiken, die jeweils auch spezielle Notfall-Maßnahmen notwendig machen.
mehr
Anspülungen von Chemikalien können gesundheitliche Risiken für Menschen an der Küste mit sich bringen. Es muss dann entschieden werden, ob Sperrungen der betroffenen Bereiche oder Warnungen notwendig erscheinen.
mehr
Bei komplexen Havariesituationen vor den deutschen Küsten erfolgt das koordinierte Vorgehen aller Einsatzkräfte des Bundes und der Küstenländer unter Leitung des Havariekommandos, das vom BfR beraten wird.
mehr