Stillen und Berufstätigkeit

Für berufstätige Mütter sollte das Stillen kein Hindernis sein, ihrem Beruf nachzugehen. Umgekehrt sollte die Rückkehr in den Beruf kein Grund sein, vorzeitig abzustillen.

Das Gesetz zum Schutz der erwerbstätigen Mutter (Mutterschutzgesetz - MuSchG) gibt den rechtlichen Rahmen für den Schutz der stillenden Mütter am Arbeitsplatz vor. Der Gesetzgeber erkennt damit die besondere Schutzbedürftigkeit von berufstätigen stillenden Müttern und zugleich die Schutzwürdigkeit des Stillens an. Das Gesetz gilt für alle Frauen, die in einem Arbeitsverhältnis stehen und für weibliche in Heimarbeit Beschäftigte und ihnen Gleichgestellte, soweit sie am Stück mitarbeiten.

Das Mutterschutzgesetz sichert stillenden Müttern einen Anspruch auf Stillpausen, die als Arbeitszeit anzurechnen sind.  Nach Auffassung der Nationalen Stillkommission können Stillpausen dazu dienen,

- das Kind an der Arbeitsstätte zu stillen,

- zum Stillen nach Hause zu fahren oder

- Milch abzupumpen.

Entscheidet sich eine Mutter für das Abpumpen, muss sichergestellt werden, dass die abgepumpte Milch unter Beachtung der Kühlkette aufbewahrt und transportiert wird (siehe dazu Empfehlung der Stillkommission zu Sammlung, Aufbewahrung und Umgang mit abgepumpter Muttermilch für das eigene Kind im Krankenhaus und zu Hause PDF-Datei (207.3 KB)).

Wie sich für Mütter das Stillen mit der Berufstätigkeit praktisch vereinbaren lässt, hängt vom Alter des Kindes, der Entfernung zwischen Arbeitsplatz und Wohnung und von der Gestaltung des Arbeitsplatzes bzw. der Art der Arbeit ab.

Empfehlungen zur Vereinbarkeit von Berufstätigkeit und Stillen PDF-Datei (53.6 KB) gibt die Nationale Stillkommission in einer Elterninformation zu diesem Thema.

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Sonstige

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Datum Titel Größe
01.08.2007
Aktualisierte Elterninformation der Nationalen Stillkommission
Stillen und Berufstätigkeit 53.6 KB
PDF-Datei

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Externe Links

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Stillverhalten in Bayern

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