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Riechen und schmecken wir immer "richtig"?

30/2011, 19.08.2011

Themenwochenende für Kinder und Erwachsene im BfR-Schnupperlabyrinth

Das didaktische Pflanzenlabyrinth des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) steht in diesem Jahr ganz im Zeichen der Sinne „Riechen“ und „Schmecken“. Am kommenden Wochenende zeigen Beispiele aus dem täglichen Leben den Besucherinnen und Besuchern, inwieweit Menschen Gerüche und Geschmack überhaupt sicher einordnen können. Vergiftungsfälle, besonders bei Kindern, beweisen immer wieder, dass z.B. Haushaltschemikalien, die wie Himbeerlimonade riechen, schnell zu einem Risiko werden können. „Attraktiver Geruch und Geschmack, vielleicht auch die Farbe, können zu einem Unglück führen, wenn wir uns von ihnen täuschen lassen“, sagt BfR-Präsident Professor Dr. Dr. Andreas Hensel. Die Präsentation findet statt am 20. und 21.8.2011, jeweils um 12, 14 und 16 Uhr im BfR-Schnupperlabyrinth am Diedersdorfer Weg 1 in Berlin-Marienfelde und richtet sich an Kinder und Erwachsene.

Menschen und Tiere verfügen über sehr gute Sinne, die sie vor täglichen Gefahren schützen. Damit Menschen und Tiere mögliche Risiken und auch die schönen und angenehmen Eindrücke des Lebens richtig einschätzen können, haben sie ausgesprochen empfindliche Organe im oder am Körper. So ausgestattet können sie sehen, hören, fühlen, tasten und natürlich auch riechen und schmecken.

Alle diese Sinne wirken wie biologische Messgeräte. Sie geben unserem Gehirn Signale und Eindrücke, mit denen wir lernen und entscheiden können, z.B. ob wir schneller oder langsamer mit dem Fahrrad fahren, lauter oder leiser vor einem Hindernis warnen oder stärker oder schwächer mit unseren Händen zugreifen müssen, um eine Gefahrensituation zu meistern. Ein Teil unserer Sinne ist sehr gut für die Gefahrenerkennung ausgerüstet. Gilt dies auch für die Sinne „Geruch“ und „Geschmack“, um z.B. sicher zu erkennen, ob etwas essbar ist oder nicht? Das testen BfR-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeiter am 20. und 21. August zusammen mit den Besucherinnen und Besuchern des BfR-Schnupperlabyrinths in Berlin-Marienfelde.

Das BfR-Schnupperlabyrinth ist seit 2009 nunmehr das dritte didaktische Pflanzenlabyrinth des Bundesinstituts für Risikobewertung. Auf einem fünf Hektar großen Feld stellen Pflanzen und Wege aus der Luft betrachtet das Schweinchen Schnuffi dar, das an einer Rose schnuppert. Ein rund 2,5 Kilometer langer Weg und diverse Irrwege führen durch einen Dschungel aus Mais, Hirse, Amaranth und zahlreichen Duft- und Aromapflanzen. Auf dem Weg durch das Labyrinth erfahren die Besucherinnen und Besucher Wissenswertes über Duft- und Aromastoffe. Wie werden sie wahrgenommen? Welche Rolle spielen sie für den Menschen und in der Tier- und Pflanzenwelt? Wie werden Duft- und Aromastoffe gesundheitlich bewertet?

Duftorgeln, Riech- und Geschmacksbeete und ein „Stinkodrom“ mit landwirtschaftlichen Gerüchen laden unterwegs dazu ein, ganz unterschiedliche Düfte zu erschnuppern und zu erkennen. Im mehr als 1000 Quadratmeter großen Eingangsbereich können Kinder spielen und auf einer Strohburg toben. Hier wird außerdem an den Wochenenden für das leibliche Wohl gesorgt.

Weitere Informationen sowie eine Anfahrtsbeschreibung unter: www.pflanzenlabyrinth.de

Über das BfR

Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) ist eine wissenschaftliche Einrichtung im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV). Es berät die Bundesregierung und die Bundesländer zu Fragen der Lebensmittel-, Chemikalien und Produktsicherheit. Das BfR betreibt eigene Forschung zu Themen, die in engem Zusammenhang mit seinen Bewertungsaufgaben stehen.

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Video zum BfR-Schnupperlabyrinth

Impressionen aus dem weltweit größten Duft- und Aromalabyrinth

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