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Nationales Referenzlabor für Stoffe, die dazu bestimmt sind, mit Lebensmitteln in Berührung zu kommen

Eine Vielzahl von Materialien wie Kunststoffe, Papier und Pappe, Metalle und Keramik kommen über ihren Einsatz in Lebensmittelverpackungen und anderen Lebensmittelbedarfsgegenständen mit Lebensmitteln in Kontakt. Von ihnen sollte somit keine Gefahr für den Menschen ausgehen.

Aktuelles: Mineralöl-Methodenentwicklungs-Kit

Das Nationale Referenzlabor für Stoffe, die dazu bestimmt sind, mit Lebensmitteln in Kontakt zu kommen hat ein Mineralöl-Methodenentwicklungs-Kit für die Lebensmittelüberwachung entwickelt. Das Kit ist ausschließlich für die Methodenentwicklung und -etablierung der Analytik von Kohlenwasserstoffen aus Mineralöl in Verpackungsmaterialien und Lebensmitteln bestimmt. Es enthält die Beschreibung einer validierten Analysemethode zur Bestimmung der Mineralölbestandteile MOSH und MOAH und eine Reihe von charakterisierten Referenzproben einschließlich einer exakten Arbeitsanleitung.

Da nur eine begrenzte Stückzahl der Kits zur Verfügung steht, kann grundsätzlich nur ein Kit je Labor/Institution bestellt werden.

Bei Interesse wenden Sie sich bitte telefonisch oder per Mail an das Nationale Referenzlabor.

Rechtsgrundlage für Materialien im Kontakt mit Lebensmitteln

An Materialien, die dafür bestimmt sind, mit Lebensmitteln in Kontakt zu kommen, wird durch die EU-Verordnung 2004/1935 die Anforderung gestellt, dass sie unter normalen oder vorhersehbaren Verwendungsbedingungen keine Stoffe auf Lebensmittel in Konzentrationen abgeben dürfen, die geeignet sind,

  • die menschliche Gesundheit zu gefährden oder
  • eine unvertretbare Veränderung der Zusammensetzung der Lebensmittel herbeizuführen oder
  • eine Beeinträchtigung der organoleptischen Eigenschaften (Geschmack, Geruch, Aussehen, Farbe) der Lebensmittel herbeizuführen.

Aufgabe des NRL

Im Vordergrund der Arbeiten des Nationalen Referenzlaboratoriums für Stoffe, die dazu bestimmt sind, mit Lebensmitteln in Berührung zu kommen im BfR steht die Unterstützung der für die amtliche Überwachung von Lebensmittelbedarfsgegenständen zuständigen Laboratorien durch die Entwicklung von entsprechenden Analysenmethoden, die Durchführung von Laborvergleichsuntersuchungen und die Bildung eines nationalen Netzwerkes zwischen diesen Laboratorien. Das Referenzlabor arbeitet eng mit dem europäischen Referenzlabor (Community Reference Laboratory for Food Contact Materials, Joint Research Centre Ispra) zusammen und sorgt für die Weiterleitung von Informationen an die Überwachungslaboratorien.

Technische Leitlinien zwischen dem Europäischen Referenzlabor (EURL) und den Nationalen Referenzlaboratorien

Auf Grundlage der Verordnung (EG) Nr. 882/2004 wurde zwischen dem Europäischen Referenzlabor (EURL) und den Nationalen Referenzlaboratorien (NRLs) im Bereich der Lebensmittelkontaktmaterialien ein Netzwerk etabliert. Inzwischen wurden in diesem europäischen Netzwerk in mehreren Arbeitsgruppen verschiedene technische Dokumente erarbeitet. Die nachstehenden Leitlinien, wurden von dem EURL-NRL Netzwerk veröffentlicht.

Leitlinien über Leistungskriterien und Validierungsstrategien für anlytische Methoden für die Überwachung von Lebensmittelbedarfsgegenständen

Die technische Leitlinie für „Leistungskriterien und Validierungsstrategien für analytische Methoden für die Überwachung von Lebensmittelbedarfsgegenständen“ bildet den Rahmen für Leistungsmerkmale für analytische Methoden, welche im Bereich der Überprüfung von Migrationsgrenzwerten gemäß der Richtlinie (EG) Nr. 2002/72 heranzuziehen sind.

Die Leitlinien sind ausführlich beschrieben im untenstehenden Dokument „Guidelines for performance criteria and validation procedures of analytical methods used in controls of food contact materials.“

Leitlinien für Migrationstestbedingungen

Die technische Leitlinie für „Migrationstestbedingungen für Artikel in Kontakt mit Lebensmitteln (mit einem Schwerpunkt auf Küchsenutensilien)“ wurde im Sinne der Harmonisierung von Testbedingungen und der Vergleichbarkeit von Untersuchungsergebnissen im Rahmen von Migrationsprüfungen im Bereich der Lebensmittelkontaktmaterialien erstellt.

Die Leitlinien sind ausführlich beschrieben im untenstehenden Dokument „Guidelines on testing conditions for articles in contact with foodstuffs.“

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Kontakt

Ansprechpartner
Dr. Oliver Kappenstein (Leiter)

Telefon
030-18412-3428

Email
oliver.kappenstein@bfr.bund.de

 

Ansprechpartner
Dr. Karla Pfaff (stellvertr. Leiterin)

Telefon
030-18412-3669

Email
karla.pfaff@bfr.bund.de

Fax
030-18412-3685

 

Anschrift
Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR)
NRL für Stoffe, die dazu bestimmt sind, mit Lebensmitteln in Berührung zu kommen
Max-Dohrn-Str. 8-10
10589 Berlin

Video über das BfR

"Wissenschaft im Dienst des Menschen" - lautet das Leitmotiv des BfR. Dieser Film gibt einen Einblick in die Arbeit des Institutes.