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Nationales Referenzlabor für koagulasepositive Staphylokokken einschließlich Staphylococcus aureus

Staphylokokken sind nicht-sporenbildende, fakultativ-anaerobe, grampositive Bakterien, die natürlicherweise beim Menschen und beim Tier vorkommen. Die Bedeutung der Koagulase positiven Staphylokokken liegt aus lebensmittelhygienischer Sicht in ihrer Fähigkeit, als Superantigene (SAgs) bezeichnete Staphylokokkken Enterotoxine (SE) und Enterotoxin-ähnliche SAgs (SE-like) zu bilden. Die größte Bedeutung als Verursacher von Lebensmittelvergiftungen haben die 5 klassischen Toxintypen (bezeichnet als SE-A bis -E).

Voraussetzung für die Entstehung einer Lebensmittelintoxikation durch Koagulase positive Staphylokokken ist, dass sich die Erreger im Produkt ausreichend vermehren und hitzestabile Enterotoxine gebildet haben. Dominierende Symptome einer Stapyhlokokken-Intoxikation sind Erbrechen, Übelkeit, Durchfall und Kreislaufsymptome. Bereits äußerst geringe Toxinmengen können hierfür ausreichen.

Arbeits- und Forschungsschwerpunkte am NRL

Im Vordergrund der Arbeiten des NRL stehen Fragen zur Lebensmittelsicherheit und Lebensmittelhygiene im Hinblick auf im Lebensmittel präformierte Staphylokokken-Enterotoxine. Ein zweiter Arbeitsschwerpunkt des NRL ist die Fragestellung des Methicillin-resistenten Staphylococcus aureus (MRSA) und einer möglichen Exposition des Verbrauchers entlang der Lebensmittelkette. Das NRL koordiniert hier nationale und EU-weite Monitoringprogramme und ist für die Typisierung und Charakterisierung von Stämmen zuständig.

Das NRL betreibt Forschung im Hinblick auf die lebensmittelhygienische Fragestellung von Staphylokokken und einer möglichen Exposition des Verbrauchers entlang der Lebensmittelkette mit MRSA. Derzeit stehen folgende Themen im Fokus:

  • Entwicklung, Etablierung und Validierung neuer Methoden zum Nachweis und zur Differenzierung von Staphylokokken und Stapyhlokokken-Enterotoxinen in Lebensmitteln
  • Phäno- und genotypische Charakterisierung von im Rahmen epidemiologischer Studien bei Nutztieren und Lebensmitteln isolierter MRSA
  • Entwicklung und Validierung von Methoden zum quantitativen Nachweis von MRSA in Lebensmitteln
  • Etablierung neuer Methoden zur Isolierung und Genotypisierung von MRSA

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Externe Links

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Kontakt

Ansprechpartner
Dr. Alexandra Fetsch (Leiterin)

Telefon
030-18412-2174

Email
alexandra.fetsch@bfr.bund.de

 

Ansprechpartner
Dr. Juliane Bräunig (stellvertr. Leiterin)

Telefon
030-18412-2142

Email
juliane.braeunig@bfr.bund.de

Fax
030-18412-2951

 

Anschrift
Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR)
FGr 41 - NRL für Koagulase positive Staphylokokken einschl. S. aureus (NRL-Staph)
Diedersdorfer Weg 1
12277 Berlin

Video über das BfR

"Wissenschaft im Dienst des Menschen" - lautet das Leitmotiv des BfR. Dieser Film gibt einen Einblick in die Arbeit des Institutes.