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Nationales Referenzlabor für Escherichia coli einschließlich verotoxinbildende E. coli

Escherichia coli ist ein natürlich vorkommender Kommensale („Mitesser“, der dem Wirt nicht schadet) im Darm von Vögeln und warmblütigen Säugetieren und Bestandteil der Darmflora des Menschen. Bestimmte Stämme von Escherichia coli spielen jedoch als Erreger von schwerwiegenden Erkrankungen bei Tieren und Menschen eine wichtige Rolle.

Im Vordergrund der Arbeit des Nationalen Referenzlabors für Escherichia coli, einschließlich verotoxinbildende E. coli (VTEC), stehen

  • der Nachweis der Virulenzeigenschaften und
  • die serologische Differenzierung der vom aus verschiedenen Untersuchungsmaterialien stammenden E. coli Isolate

Die Aufgaben des NRL-E. coli sind in der Richtlinie 2003/99/EG (2003) der Europäischen Union festgelegt. Das NRL-E. coli nimmt seine Verantwortung im Rahmen des Gesetzes über die Neuordnung zentraler Einrichtungen des Gesundheitswesens vom 24. Juni 1994 (BGBl.I, S. 1416) wahr.

Aufgrund der Vielzahl der bei E. coli beschriebenen Virulenz- und Pathogenitätsfaktoren wird im NRL-E. coli an der Weiterentwicklung und Standardisierung von immunologischen und molekularbiologischen Verfahren für den Erregernachweis gearbeitet.

Arbeitsschwerpunkte des NRL Escherichia coli

  • Wahrnehmung der Aufgaben im Rahmen der Zoonosen Richtlinie 2003/99/EG
  • Serotypie von E. coli nach Orskov and Ewing
  • Immunologische Verfahren (ELISA, Kolonie-Immunoblot, Western-Blot)
  • Aufklärung von Infektketten
  • molekularbiologische Feintypisierung
  • Schnellnachweis mittels PCR
  • Durchführung laborübergreifender Studien
  • Beratung

Mikrobiologische Diagnostik

Die Prüfung erfolgt auf phänotypische Merkmale von E. coli. Die Bildung von Toxinen und die Adhärenzeigenschaften werden mit Zellkulturverfahren nachgewiesen. E. coli Isolate werden serologisch auf Zugehörigkeit zu 181 O- (Lipopolysaccharid), 56 H- (Geißel) und wichtigen K- (Kapsel) Antigenen untersucht. Die hieraus resultierenden Serotypen geben oft schon einen Hinweis auf bekannte pathogene Klone (wie z.B. EHEC O157:H7). Zur Feintypisierung von E. coli stehen zusätzliche Verfahren wie die Lysotypie und der Nachweis von Flagella (H-) Antigen-Genen (fliC) zur Verfügung.

Immunologische und molekularbiologische Diagnostik

  • Zum Nachweis von Shigatoxinen (Stx) und zur Isolierung Stx-bildenden E. coli (STEC und EHEC) aus Untersuchungsmaterial dienen immunologische Verfahren (ELISA, Immunoblot) sowie zellkulturbasierte Verfahren (Verozelltest).
  • Der Westernblot dient zum Nachweis der Expression von Toxinen und Adhärenzfaktoren sowie zur Feintypisierung von Oberflächenantigenen der Bakterien.
  • Die Polymerasekettenreaktion (PCR), die DNA Hybridisierung und die DNA-Sequenzierung werden zur Detektion von Virulenzgenen und für die Charakterisierung klonspezifischer Merkmale (house-keeping Gene, Flagellin-Gene) verwendet.
  • Die Pulsfeldgelelektrophorese (PFGE) dient zur Untersuchung der epidemiologischen Verwandtschaft von Isolaten bei Infektketten.
  • Nachweis von mobiler DNA (Plasmide, Bakteriophagen) als Träger von Virulenzgenen und deren möglicher Übertragung durch horizontalen Gentransfer.


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Externe Links

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Community Reference Laboratory VTEC

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Ansprechpartner
Dr. Elisabeth Hauser (Leiterin)

Telefon
030-18412-2259

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elisabeth.hauser@bfr.bund.de

 

Ansprechpartner
Dr. Angelika Miko

Telefon
030-18412-2201

Email
angelika.miko@bfr.bund.de

Fax
030-18412-2983

 

Anschrift
Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR)
NRL für Escherichia coli
Diedersdorfer Weg 1
12277 Berlin

Email
VTEC@bfr.bund.de

Forschung

Video über das BfR

"Wissenschaft im Dienst des Menschen" - lautet das Leitmotiv des BfR. Dieser Film gibt einen Einblick in die Arbeit des Institutes.