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Lebensmittelsicherheit

Eierbecher mit Ei

Die Lebensmittelsicherheit ist eine der dringlichsten Aufgaben des Verbraucherschutzes. Eine Voraussetzung dafür sind auch sichere Futtermittel. Ob Inhaltsstoffe, Zusatzstoffe, Rückstände und Kontaminanten, das BfR bewertet Lebens- und Futtermittel und erstellt Gutachten zu Fragen der Sicherheit.

 

Wie werden Lebensmittel bewertet?

Im Arbeitsfeld „Lebensmittelsicherheit“ beschäftigt sich das BfR mit der toxikologischen und ernährungsphysiologischen bzw. -medizinischen Bewertung von Lebensmitteln. Die toxikologische Bewertung von Lebensmitteln soll sicher stellen, dass die enthaltenen Stoffe nur in gesundheitlich unbedenklichen Mengen im Lebensmittel vorkommen. Für die gesundheitliche Bewertung hat das BfR einen Leitfaden PDF-Datei (1020.9 KB) entwickelt.

Inhaltsstoffe, Zusatzstoffe, Rückstände, Kontaminanten, Keime

Das BfR unterscheidet bei der Untersuchung von Lebensmitteln zwischen natürlicherweise enthaltenen Inhaltsstoffen, Lebensmittelzusatzstoffen sowie Rückständen und Kontaminanten. Hinzu kommt noch das Risiko von Lebensmittelinfektionen durch Keime (Bakterien oder Viren) und Parasiten im Lebensmittel, die vom Tier über das Lebensmittel auf den Mensch übertragen werden können.

Natürlicherweise enthaltene Inhaltsstoffe können eine erwünschte Wirkung haben, wie Koffein in den Genussmitteln Kaffee, Tee oder Cola-Getränken, und eine unerwünschte Wirkung - wie das Solanin in der Kartoffel.

Lebensmittelzusatzstoffe werden benötigt, damit Lebensmittel bestimmte Eigenschaften erhalten. Hierzu werden Stoffe zugesetzt - Konservierungsstoffe, Antioxidantien, Farbstoffe, Dickungsmittel, Süßstoffe oder Aromastoffe. Andere Stoffe erleichtern die Verarbeitung der Lebensmittel. Sie werden als „Verarbeitungshilfsstoffe“ bezeichnet.

Als Rückstände bezeichnet man Reste von Stoffen, die während der Produktion von Lebensmitteln bewusst eingesetzt werden. Dazu zählen zum Beispiel Pflanzenschutzmittel. Zur Beurteilung möglicher gesundheitlicher Risiken für den Verbraucher durch Rückstände pharmakologisch wirksamer Substanzen in Lebensmitteln führt das BfR Risikobewertungen anhand eines abgestimmten Leitfadens durch.

Im Unterschied zu Rückständen handelt es sich bei Kontaminanten um unerwünschte Stoffe, die einem Lebensmittel nicht absichtlich hinzugefügt werden bzw. die im Zuge der Gewinnung, Fertigung, Verarbeitung, Zubereitung (Grillen, Braten, Backen), Behandlung (Räuchern, Pöklen), Verpackung, Transport oder Lagerung in das Lebensmittel gelangt sind.

Bei Bakterien, Viren oder Parasiten handelt es sich um Mirkoorganismen, die im Lebensmittel enthalten sein und zu schweren Gesundheitsbeeinträchtigungen führen können. Bei solchen Erkrankungen, die vom Tier auf den Menschen übertragen werden, spricht man von Zoonosen. Eine der weltweit häufigsten Zoonose ist die Salmonellose, die über den Zoonosenerreger „Salmonella“ ausgelöst wird.

Wie fördert das BfR die Sicherheit von Lebensmitteln?

Das BfR erarbeitet auf Grundlage international anerkannter wissenschaftlicher Bewertungskriterien Gutachten und Stellungnahmen zu Fragen der Lebensmittelsicherheit und des gesundheitlichen Verbraucherschutzes.

Das BfR arbeitet nach dem „Vom Acker auf den Teller“-Prinzip: Gesunde Lebensmittel können Tiere nur liefern, wenn sie einwandfreies Futter erhalten. Vor diesem Hintergrund bewertet das BfR auch die Unbedenklichkeit von Futtermitteln.

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des BfR bewerten, welche gesundheitlichen Risiken aus einer Über- oder Unterversorgung mit Nährstoffen wie Vitaminen und Mineralstoffen resultieren können.

Lebensmittelbestandteile, die in isolierter Form als Nahrungsergänzungsmittel angeboten oder Lebensmitteln zugesetzt werden, werden ebenfalls bewertet. Besondere Aufmerksamkeit widmet das Institut auch diätetischen Lebensmitteln wie Säuglingsanfangsnahrung und Beikost.

Die gewonnenen Erkenntnisse aus der toxikologischen und ernährungsphysiologischen Bewertung von Lebensmitteln liefern die wissenschaftliche Basis für die Ableitung von Höchstmengen oder Grenzwerten.

Das BfR bewertet das Gesundheitsrisiko von Bakterien, Viren und Parasiten in Lebensmitteln und setzt sich für eine bessere Lebensmittelhygiene im Produktionsprozess ein, um die Kontamination mit Mikroorganismen zu reduzieren. Zudem klärt es Verbraucher über den hygienisch richtigen Umgang mit Lebensmitteln auf.

Forschung für den Schutz der Verbraucher

Das BfR betreibt aktiv Forschung auf dem Gebiet der Lebensmittelsicherheit. Dabei werden die verschiedenen Produktionsstufen der Herstellungs- und Vertriebskette, gemäß dem „farm to fork“-Prinzip, berücksichtigt. Ziel ist es auch, molekulare und mikrobielle Zusammenhänge zu erkennen, um konkrete Verbraucherschutzstrategien für sichere Lebensmittel zu entwickeln.

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Information

 (2 Dokumente)
Datum Titel Größe
30.06.2009
Aktualisierte Information Nr. 025/2009 des BfR
Vertrieb und Import von Lebensmitteln inklusive Nahrungsergänzungsmitteln 37.3 KB
PDF-Datei
20.11.2008
Information Nr. 043/2008 des BfR
BfR-Kriterienkatalog für Meldungen nach der Allgemeinen Verwaltungsvorschrift Schnellwarnsystem für Lebensmittel und Futtermittel (AVV SWS) 90.2 KB
PDF-Datei

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Präsentationen

 (1 Dokument)
Datum Titel Größe
10.06.2011
Präsentation
Wie funktioniert Lebensmittel- und Futtermittelsicherheit 1.9 MB
PDF-Datei

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Fragen und Antworten

 (1 Dokument)
Datum Titel Größe
10.10.2012
FAQ
Fragen und Antworten zum Trendgetränk Bubble Tea 32.4 KB
PDF-Datei

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Positionspapiere

 (1 Dokument)
Datum Titel Größe
07.04.2005
Positionspapier Nr. 013/2005
Analytik mariner Biotoxine - Notwendige Schritte zur Validierung und behördliche Anerkennung von Alternativmethoden zum Maus-Bioassay als Referenzmethode 192.9 KB
PDF-Datei

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Presseinformationen

 (11 Dokumente)
Datum Titel Schlagworte
02.12.2013
32/2013
Lebensmittelsicherheit in Europa - wer macht was? Lebensmittelsicherheit, Publikationen
12.08.2013
23/2013
Zweite BfR-Summer School zum Thema Lebensmittelsicherheit BfR-Summer School, Fortbildung, Lebensmittelsicherheit
28.08.2012
24/2012
Von Experten für Experten: Erste BfR-Summer School erfolgreich abgeschlossen Lebensmittelsicherheit, Risikobewertung, Risikokommunikation
03.08.2012
23/2012
Trendgetränk Bubble Tea: Gesundheitsrisiko für Kleinkinder Bubble Tea, Lebensmittelsicherheit
25.01.2012
03/2012
Gestern Dioxin und EHEC, heute Antibiotika - und morgen? Lebensmittelsicherheit, Risikobewertung, Risikokommunikation
26.09.2011
33/2011
Lebensmittelsicherheit in Europa - wer macht was? Lebensmittelsicherheit, Publikationen
10.09.2009
22/2009
EFSA bestätigt BfR-Position zu Nachweismethoden für Algentoxine in Muscheln Analytik, Lebensmittelsicherheit, Marine Biotoxine, Tierschutz, Tierversuch
15.01.2009
02/2009
Woher stammt der Honig, von welcher Rinderrasse das Filet? Analytik, Lebensmittel, Lebensmittelkennzeichnung, Lebensmittelüberwachung
26.04.2007
03/2007
Nährwertprofile sollen Verbraucher vor Irreführung und Täuschung schützen Health Claims, Nährwertprofile
13.06.2005
18/2005
Fett, süß und salzig kann nicht gesund sein Lebensmittel, Nährstoffgehalt, Nährwertprofile
22.01.2002
01/2002
BgVV startet Studie zum Vorkommen von bromierten Flammschutzmitteln in Muttermilch Flammschutzmittel, Muttermilch, polybromierte Diphenylether (PBDE), Schwangerschaft

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Verbraucher fragen - der BfR-Präsident antwortet

Der BfR-Präsident beantwortet Verbraucherfragen zum Thema "Antibiotika-Einsatz im Stall - wie sicher sind unsere Lebensmittel".


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