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Grundsätzliches zum Stillen

Muttermilch ist die ideale Nahrung für Säuglinge. Sie ist gut verdaulich und so zusammengesetzt, dass sie im ersten Lebenshalbjahr den Bedarf an Nährstoffen und Flüssigkeit deckt.

Es sollte daher normal sein, gesunde Säuglinge zu stillen und ihnen dadurch die Nahrung zukommen zu lassen, die in ihrer Zusammensetzung am besten auf die Nährstoffbedürfnisse in den ersten Monaten des Lebens abgestimmt ist.

Stillen ist praktisch

Muttermilch ist immer verfügbar, kostenlos und muss nicht zubereitet werden. Wenn nach Bedarf gestillt wird, richtet sich die produzierte Milchmenge danach, wie oft und wie viel das Baby an der Brust trinkt.

Stillen fördert die Mutter-Kind-Bindung

Durch das Stillen werden nicht nur die physiologischen Bedürfnisse des Kindes nach Nährstoffen gedeckt, sondern auch das Bedürfnis nach Nähe und Zuwendung. Der enge körperliche Kontakt, den Mutter und Kind beim Stillen haben, beginnt bereits unmittelbar nach der Geburt, wenn Mutter und Kind ununterbrochener Hautkontakt ermöglicht wird. Übrigens belegt ein systematischer Review aus dem Jahr 2007, dass früher Hautkontakt von Mutter und Kind das Schreien reduziert, die Mutter-Kind-Interaktion fördert, das Kind wärmer hält und das Stillen fördert.

Schutz, Förderung und Unterstützung des Stillens

Die Nationale Stillkommission unterstützt den europäischen Aktionsplan „Schutz, Förderung und Unterstützung des Stillens“ und betont, dass sowohl stillende Mütter als auch Mütter, die sich dazu entschließen nicht zu stillen, Unterstützung brauchen. Mütter, die ihre Säuglinge mit industriell hergestellter Säuglingsnahrung ernähren, sollten in ihrer Entscheidung respektiert werden und jegliche notwendige Unterstützung erhalten, die sie zur Umsetzung dieser Entscheidung benötigen. Die Familien sollten auch fachkundige Informationen über das Was, Wann und Wie der Beikost erhalten, denn auf diese Weise wird eine gute Ernährung des Säuglings und Kleinkindes unterstützt.

Einheitliche Terminologie zur Säuglingsernährung

Zur eindeutigen Beschreibung und zur besseren Vergleichbarkeit und Interpretation von Daten über das Stillverhalten sowie für die Bewertung der Wirkungen von Initiativen zur Stillförderung sind einheitliche Begriffsdefinitionen notwendig. Im Rahmen von Stillerhebungen, aber auch bei der Planung und Umsetzung von Stillfördermaßnahmen sind daher allgemein anerkannte standardisierte Definitionen und die Verwendung einer einheitlichen Terminologie unerlässlich.

Eine klare allgemeinverständliche Terminologie ist aber auch wichtig, um in der Bevölkerungsaufklärung, in der Ausbildung des Personals für den Gesundheitsdienst und in der Kommunikation zwischen verschiedenen Stillförderorganisationen mit einer einheitlichen Sprache zu sprechen.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat zu Beginn der 1990-er Jahre Definitionen zum Stillen, insbesondere für die unterschiedlichen Stillintensitäten, vorgeschlagen und darüber hinaus angeregt, zwischen der Gabe von Muttermilch an der Brust (= Stillen) und der Gabe jedweder Flüssigkeiten, einschließlich Muttermilch, mit einer Flasche (= Flaschenfütterung) zu unterscheiden.

Auf der Basis dieser Definitionen hat die Nationale Stillkommission für den deutschen Sprachraum eine einheitliche Terminologie zur Säuglingsernährung PDF-Datei (52.1 KB) erarbeitet.

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