Genussmittelkonsum in der Stillzeit

Muttermilchbelastungen mit Alkohol und Nikotin können durch ein gesundheitsbewusstes Verhalten vermieden oder reduziert werden.

Nikotin/Rauchen und Stillen

Nikotin beeinflusst das Nervensystem und führt u. a. zu einer mangelnden Durchblutung. Es besteht Einigkeit darüber, dass Rauchen während der Stillzeit die Gesundheit des Kindes gefährden kann und daher in dieser Zeit möglichst nicht geraucht werden sollte.

Nachgewiesen ist, dass die Konzentration an Nikotin in der Muttermilch den mütterlichen Serumspiegel übersteigt. Neben Nikotin treten weitere Schadstoffe der Zigarette in die Muttermilch über. Damit gelangen auch Dioxine, Benzpyrene, Nitrosamine und Schwermetalle in die Milch und erhöhen die Konzentrationen, die ohnehin durch aktives oder passives Rauchen in der Schwangerschaft oder aus der Umweltbelastung im mütterlichen Fettgewebe bestehen.

Angesichts der Bedeutung des Stillens für die Gesundheit des Kindes hat die Nationale Stillkommission zu diesem Thema Empfehlungen für Fachpersonal und für Mütter/Eltern herausgegeben. Die Kommission empfiehlt,

  • in der Stillzeit nicht zu rauchen.
  • Frauen, die rauchen, sich um eine ständige Reduktion der Zigarettenzahl bemühen. Ein sehr starker Konsum ist mit der Stillfähigkeit und dem Gedeihen des Kindes schlecht vereinbar.
  • nie in der Nähe des Kindes zu rauchen (Gefahr des Passivrauchens).
  • durch bewusste Rauchpausen vor dem Stillen die Belastung der Milch mit einigen der schädlichen Stoffe zu reduzieren. Ein typisches Beispiel ist das Nikotin, dessen Konzentration in der Milch während einer z.B. einstündigen Rauchpause deutlich abnimmt.

Alkohol und Stillen

Für die Gesundheit von Mutter und Kind ist es am sichersten, in der Stillzeit auf den Konsum von alkoholischen Getränken zu verzichten. Dies gilt insbesondere für die Zeit, in der das Baby ausschließlich gestillt wird.

Sofern Sie in der Stillzeit doch ausnahmsweise ein Glas Wein, Sekt oder ähnliches trinken, sollten Sie folgendes beachten:

  • Stillen Sie Ihr Kind, bevor Sie Alkohol trinken, so dass der Abstand zur nächsten Stillmahlzeit ausreichend lang ist. Wenn Sie bemerken, dass Ihr Baby keinen gleichmäßigen Stillrhythmus hat, d.h. häufig nach kurzen Intervallen kleine Milchmengen trinkt und die nächste Stillmahlzeit nicht vorhersagbar ist, verzichten Sie aus Vorsorgegründen vollständig auf Alkohol.

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Empfehlungen

 (2)
Datum Titel Größe
27.08.2012
Empfehlung der Nationalen Stillkommission am BfR
Stillen und Alkoholkonsum ? - Besser nicht! 37.1 KB
PDF-Datei
01.09.2006
Aktualisierte Empfehlung der Nationalen Stillkommission
Stillen und Rauchen 102.3 KB
PDF-Datei

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Publikationen - BfR-Wissenschaft

 (1)
Datum Titel Größe
17.01.2013
BfR-Wissenschaft 07/2012
Alkohol in der Stillzeit - Eine Risikobewertung unter Berücksichtigung der Stillförderung 602.7 KB
PDF-Datei

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Sonstige Dokumente

 (1)
Datum Titel Größe
01.03.2007
Aktualisierte Elterninformation der Nationalen Stillkommission
Stillen und Rauchen - Ratgeber für Mütter bzw. Eltern 147.8 KB
PDF-Datei

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Schlagworte

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