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Fragen und Antworten zu Botulismus

Aktualisierte FAQ des BfR vom 23. Januar 2015

Botulismus ist eine schwere Erkrankung, die durch Gifte, die „Botulinum-Toxine“, ausgelöst wird. Die Gifte werden unter bestimmten Bedingungen von Bakterien der Spezies Clostridium (C.) botulinum im Lebensmittel oder Futtermittel gebildet und mit der Nahrung aufgenommen. In seltenen Fällen kann auch der Keim selbst Auslöser des Botulismus sein. .Die Erkrankung führt in der Regel zu spezifischen neurologischen Störungen, z.B. Sehstörungen, Mundtrockenheit, Sprech- und Schluckstörungen, und kann tödlich verlaufen. Erkranken können sowohl Menschen als auch Tiere, von den Nutztieren sind in erster Linie Rinder aber auch Geflügel, wie Hähnchen und Puten, betroffen.

Seit Mitte der 1990er Jahre wird in wissenschaftlichen Veröffentlichungen auch über einen so genannten viszeralen oder chronischen Botulismus in Rinderbeständen berichtet. Es handelt sich um eine Erkrankung, deren Ursachen bislang ungeklärt sind, und die zunächst bei Hochleistungsrindern, aber auch bei Kälbern aufgetreten ist. Die Erkrankung ist mit einer großen Bandbreite an klinischen Symptomen belegt. Die beschriebenen Krankheitsbilder sind bislang wissenschaftlich nicht gesichert. Als Ursache wird eine Toxiko-Infektion mit C. botulinum vermutet, die bis heute als nicht bestätigt gilt. Bei einer Toxiko-Infektion besiedeln die Bakterien den Darm und geben dort Toxine ab, die vom Körper aufgenommen werden.

Auch bei Menschen werden chronische Krankheitsbilder beobachtet. Betroffen sind Landwirte und Familienangehörige, in deren Betrieben Rinder erkrankt sind. Die Ursache für die meist unspezifischen Symptome bei den erkrankten Menschen ist bislang ebenfalls unklar geblieben.

Im Folgenden hat das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) Fragen zum Thema Botulismus beantwortet.

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Datum Titel Größe
23.01.2015
Aktualisierte FAQ
Fragen und Antworten zu Botulismus 52.4 KB
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Externe Links

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Stellungnahme der Deutschen Gesellschaft für Neurologie: Kein eindeutiger Beweis für „chronischen Botulismus“ beim Menschen

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