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Fachgruppe Molekulare Mikrobiologie und Genomanalyse

Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation sterben jährlich rund 2 Millionen Menschen an mikrobiell kontaminierten Lebensmitteln. In Deutschland werden jährlich ca. 330.000 Erkrankungen gemeldet. Ihre tatsächliche Zahl liegt nach Schätzungen 10-20fach höher. Die durch den Welthandel über Länder und Kontinente verlaufenden Infektionswege sind nur durch eine lückenlose Aufklärung der epidemiologischen Zusammenhänge zu unterbrechen. Dieser für den Verbraucherschutz wichtigen Aufgabe trägt man in der Fachgruppe Molekulare Mikrobiologie und Genomanalyse durch die komplexe Typisierung pathogener Mikroorganismen Rechnung.

Gemäß der Entscheidung des Gesundheitsministeriums (92/117/EWG) wurde dieser Fachgruppe bereits 1996 die Aufgaben eines Nationalen Referenzlabors (NRL) für den Zoonose-Erreger Salmonella übertragen. Die Aufgaben der nationalen Referenzlabore sind im Artikel 33 der Verordnung (EG) 882/2004 festgelegt.

National liegen die wesentlichen Aktivitäten der Fachgruppe in der Erfüllung des gesetzlichen Auftrags nach dem Lebensmittel-, Bedarfsgegenstände- und. Futtermittelgesetzesbuch. Diese besteht in der umfassenden mikro- und molekularbiologischen Typisierung der jährlich ca. 4000 eingesandten Isolate.

Für gezielte epidemiologische und forensische Untersuchungen steht dem Labor eine Vielzahl klassisch mikrobiologischer und moderner molekularbiologischer Methoden zur Verfügung, die nach ISO/IEC 17025 akkreditiert sind. Die teilweise in der Fachgruppe selbst entwickelten molekularbiologischen Methoden werden zur Typisierung und zum schnellen Nachweis der Erreger in Lebensmitteln genutzt. Im Vordergrund aktueller Aktivitäten steht der Einsatz der Microarray und Real Time PCR Technologien, die in den kommenden Jahren besonders um die neueren Methoden der Genomsequenzierung ergänzt werden sollen.

Die Fachgruppe verfolgt folgende Arbeitschwerpunkte:

  • Serotypie von Salmonellen
  • Frühwarnsystem zum Auftreten von Salmonella- Serovaren
  • Molekularbiologische Feintypisierung von Salmonellen
  • Nachweis von Virulenz und Pathogenitätsfaktoren
  • Aufklärung von Infektketten, forensische Untersuchungen
  • Schnellnachweis von Salmonellen mittels PCR und anderen DNA basierten Verfahren
  • Entwicklung von diagnostischen Microarrays zur Identifizierung und Charakterisierung von pathogenen Mikroorganismen
  • Durchführung Labor-übergreifender Studien
  • Abgabe von Referenzstämmen und Seren
  • DNA-Sequenzierung epidemiologisch relevanter Stämme

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Sonstige

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Datum Titel Größe
01.09.2017
Druckversion, Stand
Das Organigramm des Bundesinstituts für Risikobewertung 69.1 KB
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