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EFSA

Im Rahmen des europäischen Lebensmittelsicherheitssystems arbeitet das BfR eng mit der EFSA - der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (European Food Safety Authority) - in den Bereichen der Risikobewertung und Risikokommunikation zusammen.

Nationale Lebensmittelsicherheitsbehörden und die Rolle der EFSA

Das BfR wurde am 1. November 2002 als öffentlich-rechtliche Behörde zur Stärkung des gesundheitlichen Verbraucherschutzes gegründet. Das Institut erarbeitet auf der Grundlage von international anerkannten wissenschaftlichen Bewertungskriterien Gutachten und Stellungnahmen zur Sicherheit von Lebensmitteln, Stoffen und Produkten. So wie Deutschland haben die meisten EU-Mitgliedstaaten Risikobewertungsbehörden auf nationaler Ebene errichtet, um die nationalen Regierungen wissenschaftlich zu beraten.

Im Bereich Lebensmittel- und Futtermittelsicherheit kooperiert das BfR eng mit der EFSA und den nationalen Behörden anderer EU-Mitgliedstaaten. Damit soll sichergestellt werden, dass die Risikobewertungsarbeiten, die auf nationaler Ebene unternommen werden, mit den auf europäischer Ebene durchgeführten Maßnahmen koordiniert und abgestimmt sind.

Eine Schnittstelle zwischen den nationalen Behörden der 27 EU-Mitgliedstaaten und der EFSA ist der EFSA-Beirat, in dem BfR-Präsident Professor Dr. Dr. Andreas Hensel deutsches Mitglied ist. Des Weiteren arbeiten viele BfR-Wissenschaftler - viele von ihnen sind auch Mitglieder der EFSA-Expertengremien - mit dem Wissenschaftlichen Ausschuss und dem Beirat der EFSA zusammen. So können wissenschaftliche Informationen und Daten zusammengetragen und ausgetauscht werden, Arbeitsprogramme abgestimmt, Ressourcen gebündelt und an gemeinsamen Projekten gearbeitet werden.

Die EFSA im EU-Lebensmittelsicherheitssystem

Die EFSA wird über den EU-Haushalt finanziert. Ihr Sitz befindet sich in Parma (Italien). Ihre Schlüsselrolle besteht darin, unabhängige wissenschaftliche Stellungnahmen bereitzustellen sowie in der Kommunikation von Risiken im Bereich der Lebens- und Futtermittel. Die EFSA wurde im Januar 2002 im Rahmen eines umfassenden Programms zur Verbesserung des EU-Lebensmittelsicherheitssystems sowie zur Sicherstellung eines hohen Schutzniveaus für europäische Verbraucher errichtet.

Die Risikobewertungsarbeiten der EFSA erfolgen weitgehend im wissenschaftlichen Ausschuss, in den wissenschaftlichen Expertengremien sowie in anderen Expertengruppen, die Stellungnahmen zu allen Themen erarbeiten, die in Verbindung mit den Themen Lebensmittel- und Futtermittelsicherheit, Ernährung, Tiergesundheit und Tierschutz, Pflanzenschutz und Pflanzengesundheit stehen.

Risikobewertung und Risikomanagement in der EU

Im Lebensmittelsicherheitssystem der EU sind, ebenso wie in Deutschland, die Risikobewertung und das Risikomanagement voneinander getrennt. Die Bewertung von lebensmittelbedingten Risiken erfolgt unabhängig vom Prozess der politischen Entscheidungsfindung und von Risikomanagemententscheidungen.

Auf europäischer Ebene sind die Europäische Kommission und das Europaparlament die wichtigsten Risikomanager. Diese Gremien sind verantwortlich für die Ausarbeitung der politischen Leitlinien und Risikomanagemententscheidungen im Bereich der Lebensmittel- und Futtermittelsicherheit. Ihre Aufgaben umfassen die Verabschiedung neuer Gesetzgebung, die Anpassung und Überprüfung bestehender gesetzlicher Reglungen, die Entwicklung neuer politischer Leitlinien in bisher nicht erfassten Bereichen, die Entscheidung über die Genehmigung oder Nichtgenehmigung bestimmter Stoffe und das Ergreifen von Maßnahmen zur Bekämpfung von ernsten Gefährdungen für die Lebensmittelkette (wie etwa der Ausbruch von Tierkrankheiten oder Lebensmittelkontaminationen).

Die wissenschaftlichen Stellungnahmen der EFSA bieten für die Risikomanager die Grundlage für ihre politischen Leitlinien und Entscheidungen. Ein Großteil der Arbeiten der EFSA wird durch konkrete Anfragen der Risikomanager nach wissenschaftlicher Unterstützung initiiert. Der „Hauptkunde“ der EFSA ist die Europäische Kommission aufgrund ihrer zentralen Rolle beim Risikomanagement auf EU-Ebene im Bereich der Lebensmittel- und Futtermittelsicherheit. Neben den Arbeiten der EFSA im Rahmen der Beantwortung von Kommissionsanfragen beantwortet die EFSA auch Fragen des Europaparlaments und der EU-Mitgliedstaaten.

In Deutschland fungiert das BfR als „Risikobewerter“. Die unabhängige Analyse und die fachlichen Stellungnahmen des BfR bieten eine fundierte wissenschaftliche Grundlage für politische Leitlinien und die Gesetzgebung im Zusammenhang mit der Lebensmittelkette, Stoffen und Produkten. Zudem koordiniert das Institut auf nationaler Ebene die Ersuchen um wissenschaftliche Gutachten an die EFSA.

Die Risikokommunikation

Das BfR hat den gesetzlichen Auftrag, Verbraucher über mögliche, ermittelte und bewertete Risiken zu informieren, die in Verbindung mit Lebensmitteln, Stoffen und Produkten stehen können.

Das Institut kommuniziert dabei den Bewertungsprozess transparent und eindeutig gegenüber der Öffentlichkeit, um die wissenschaftlichen Aussagen über umfassende Risikokommunikation für die Verbraucher nachvollziehbar und verwendbar darzustellen. Das BfR veröffentlicht fachliche Stellungnahmen und gesundheitliche Bewertungen auf dieser Internetseite.

Im Bereich der Lebensmittel- und Futtermittelsicherheit kooperiert die Risikokommunikationsabteilung des BfR eng mit der Kommunikationsabteilung der EFSA. Die EFSA versucht, die nationalen Behörden nicht nur in die Erforschung und Bewertung von Risiken mit einzubeziehen, sondern auch in die Verbreitung der Information darüber.

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Video über das BfR

"Wissenschaft im Dienst des Menschen" - lautet das Leitmotiv des BfR. Dieser Film gibt einen Einblick in die Arbeit des Institutes.