Sie befinden sich hier:

BfR-Kommissionen

15 BfR-Kommissionen beraten derzeit das BfR. Sie erhöhen damit die wissenschaftliche Qualität der Stellungnahmen des BfR und stellen eine externe Qualitätssicherung dar. Die Sitzungen einer BfR-Kommission finden in der Regel zwei Mal pro Jahr statt. Die Kommissionsmitglieder unterstützen als externe, unabhängige Sachverständige mit dieser ehrenamtlichen Tätigkeit die Arbeit des BfR.

Mit den BfR-Kommissionen wird der in Deutschland vorhandene Sachverstand auf höchstmöglichem wissenschaftlichem Niveau gebündelt. Nicht nur in Krisenfällen kann so ein etabliertes Netzwerk zu Rate gezogen werden.

2008 gründete das BfR 14 wissenschaftliche BfR-Kommissionen zur Beratung des Institutes in den Bereichen Lebens- und Futtermittel, Chemikalien- und Produktsicherheit. In die Kommissionen wurden nach öffentlichem Aufruf und Auswahl durch den hierfür eingerichteten Berufungsbeirat jeweils mindestens zehn Expertinnen und Experten für den Zeitraum bis 2010 berufen.

Im Zuge der Kommissionsneuberufung für den Zeitraum 2011 bis 2013 nahm zusätzlich die seinerzeit neu eingerichtete BfR-Kommission für Risikoforschung und Risikowahrnehmung ihre Tätigkeit auf.

BfR-Kommissionen

Weitere Expertenkommissionen

Unabhängig von diesen neu berufenen BfR-Kommissionen sind am BfR die Nationale Stillkommission und die Kommission der Zentralstelle zur Erfassung und Bewertung von Ersatz- und Ergänzungsmethoden zu Tierversuchen (ZEBET) angesiedelt.

Berufungsverfahren

Seit Etablierung der BfR-Kommissionen wurden drei Berufungsverfahren durchgeführt (2007, 2010, 2013). Im Rahmen eines umfangreichen transparenten Berufungsverfahrens werden zunächst alle Sachverständigen, die sich für eine Mitarbeit in einer BfR-Kommission interessieren, in einem öffentlichen Aufruf um eine Bewerbung gebeten. Anschließend wählt der eigens eingerichtete Berufungsbeirat geeignete Sachverständige aus dem Kreise der Bewerberinnen und Bewerber aus. Der Berufungsbeirat setzt sich aus den Mitgliedern des Wissenschaftlichen Beirats des BfR, den jeweiligen Vorsitzenden der Senatskommissionen zur gesundheitlichen Bewertung von Lebensmitteln sowie für Stoffe und Ressourcen in der Landwirtschaft der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und einer Vertretung des Senats der Bundesforschungsinstitute zusammen.

Für den Berufungszeitraum 2014 bis 2017 benannte der Berufungsbeirat insgesamt 187 Expertinnen und Experten als BfR-Kommissionsmitglieder. Sie kommen aus Hochschulen und anderen Forschungseinrichtungen, Behörden des Bundes und der Länder, Wirtschafts- und Verbraucherverbänden, privaten Laboratorien und der Industrie. Insgesamt stammen etwa 50 % der Sachverständigen aus dem Bereich Hochschule und Universitätskliniken einschließlich Vergiftungszentralen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen wie den Fraunhofer-Instituten, 34 % aus Behörden wie Bundesforschungsinstitutionen und Landesuntersuchungsämtern und 16 % aus Unternehmen und Industrieverbänden. Etwa 12 % der Kommissionsmitglieder arbeiten nicht in Deutschland.

Die Kommissionsmitglieder weisen überwiegend postgraduierte Hochschulabschlüsse und langjährige Berufserfahrung auf einschlägigen wissenschaftlichen Gebieten vor. Die Auswahl erfolgte unter Berücksichtigung des Prinzips der Gleichstellung von Frauen und Männern. Die Liste der Mitglieder der einzelnen Kommissionen ist der Öffentlichkeit über die Internetseite des BfR zugänglich.

Unabhängigkeit und Transparenz

Transparenz ist ein grundlegender Aspekt der Arbeit des BfR und essentiell für eine fundierte und vertrauensvolle Risikokommunikation.

Bereits bei der Bewerbung verpflichteten sich die interessierten Sachverständigen, als Kommissionsmitglied im öffentlichen Interesse unabhängig zu handeln. Eventuelle Interessenkonflikte zu in den BfR-Kommissionen behandelten Themen müssen schriftlich festgehalten werden. Dazu unterzeichnen die Mitglieder eine entsprechende Erklärung, die im Internet veröffentlicht wird. Zusätzlich werden eventuelle Interessenkonflikte zu den in der Kommission behandelten Themen zu Beginn jeder Sitzung mündlich abgefragt. Dies wird im Ergebnisprotokoll vermerkt.

Die Ergebnisprotokolle der Sitzungen, aus denen die wissenschaftliche Meinung und Beschlüsse der Kommissionen hervorgehen, werden der Öffentlichkeit über die Internetseite des BfR zugänglich gemacht. Die Beschlüsse der Kommissionen haben beratenden Charakter und fließen gegebenenfalls als wichtige Bezugspunkte in Bewertungen und Stellungnahmen des BfR ein.

Austausch mit nationalen und internationalen Gremien

Über Stellungnahmen des BfR kann das gebündelte Expertenwissen der BfR-Kommissionen auch in nationale und internationale Gremien mit einfließen, wie beispielsweise die der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA). In den Bereichen, in denen sich die Verantwortlichkeiten und Expertisen der EFSA und des BfR entsprechen, bilden die Kommissionen des BfR dies ab. Deutsche Mitglieder der Wissenschaftlichen Gremien der EFSA können automatisch Mitglied in der entsprechenden BfR-Kommission werden. Dadurch wird ein größtmöglicher Austausch von Expertise zwischen nationaler und europäischer Ebene erreicht.

nach oben

Fragen und Antworten

 (1 Dokument)
Datum Titel Größe
27.02.2015
Aktualisierte FAQ des BfR
Fragen und Antworten zur Sicherung der Unabhängigkeit des Bundesinstituts für Risikobewertung 50.7 KB
PDF-Datei

nach oben

Sonstige

 (1 Dokument)
Datum Titel Größe
01.01.2011
Geschäftsordnung der BfR-Kommissionen 2.8 MB
PDF-Datei

nach oben

Presseinformationen

 (1 Dokument)
Datum Titel Schlagworte
24.04.2008
08/2008
BfR richtet nationale Expertengremien für Lebensmittelsicherheit und Verbraucherschutz ein Kommission, Lebensmittelsicherheit, Verbraucherschutz

nach oben

Schlagworte

nach oben

Eine Einrichtung im Geschäftsbereich des

Logo BMELV

ZEBET-Kommission

Video über das BfR

"Wissenschaft im Dienst des Menschen" - lautet das Leitmotiv des BfR. Dieser Film gibt einen Einblick in die Arbeit des Institutes.