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Glucosamin

Glucosamin ist ein Aminozucker, der aus Glukose und einer Aminogruppe besteht und im menschlichen Körper natürlich vorkommt. Er ist Bestandteil des Bindegewebes, des Knorpels und der Gelenkflüssigkeit. Glucosamin wird als Arzneimittel bei degenerativen Erkrankungen des Kniegelenks eingesetzt. Glucosamin wird aber auch als Bestandteil zahlreicher Nahrungsergänzungsmittel angeboten. Die Zufuhrmengen liegen dabei unterhalb arzneilicher Dosierungen (weniger als 1250 Milligramm pro Tag). Als Glucosaminquellen werden Glucosaminsulfat, Glucosaminhydrochlorid oder N-Acetylglucosamin verwendet.

Personen, die an Diabetes mellitus leiden bzw. eine eingeschränkte Glukosetoleranz haben, wird bei Einnahme von Glucosaminpräparaten eine Überwachung des Blutzuckerspiegels empfohlen, da es zu Wechselwirkungen mit dem Glukosestoffwechsel kommen kann. Außerdem gibt es Hinweise darauf, dass Glucosamin die Blutgerinnung hemmt. Personen, die Antikoagulanzien vom Cumarintyp zur Blutverdünnung einnehmen, sollten deshalb keine Produkte zu sich nehmen, die Glucosamin enthalten. Die gesundheitliche Bewertung der Glucosaminzufuhr bei schwangeren sowie stillenden Frauen und bei Kindern oder Jugendlichen ist wegen fehlender Daten nicht möglich.

Glucosamin, das aus Schalen von Krebstieren hergestellt wird, könnte bei ungenügender Aufarbeitung problematisch für Personen sein, die an Krebstierallergie leiden. Das BfR hält daher bei Glucosamin, das aus Schalen von Krebstieren hergestellt wird, einen Hinweis zur Herkunft auf dem Etikett für erforderlich.

Presseinformationen

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Datum Titel Schlagworte
23.02.2012
07/2012
Glucosamin in Nahrungsergänzungsmitteln: Riskant auch für Patienten, die Cumarin-Antikoagulanzien einnehmen

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