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Benzol

Benzol (oder Benzen) ist der einfachste aromatische Kohlenwasserstoff mit der klassischen Ringstruktur und der Summenformel C6H6. Es wirkt krebserzeugend und keimzellschädigend. Als Schadstoff tritt Benzol hauptsächlich in Autoabgasen auf, kann aber auch als Verunreinigung im Trinkwasser und in Lebensmitteln vorkommen. Die Atemluft trägt mit über 90 Prozent zur Gesamtbenzolaufnahme am meisten bei.

Benzol wurde auch in Saftgetränken in Spuren nachgewiesen. Vermutlich entsteht es bei der Verarbeitung und Lagerung durch eine chemische Reaktion aus Benzoesäure und Ascorbinsäure (Vitamin C). Die Benzolgehalte in diesen Getränken überschritten in einigen Fällen den in der Trinkwasser-Verordnung festgelegten Höchstwert von einem Mikrogramm pro Liter (der WHO-Richtwert beträgt zehn Mikrogramm pro Liter).

Das gesundheitliche Risiko einer Benzolaufnahme über Erfrischungsgetränke ist schwer abzuschätzen. Nach dem gegenwärtigen Stand der Kenntnis kann keine Menge angegeben werden, die als unbedenklich gilt. Wie für alle kanzerogenen Stoffe, für die kein toxikologischer Schwellenwert genannt werden kann, sollte auch die Aufnahme von Benzol im Sinne des vorbeugenden Verbraucherschutzes nach Möglichkeit minimiert beziehungsweise vermieden werden.

Stellungnahmen

 (1)
Datum Titel Größe
01.12.2005
Stellungnahme Nr. 013/2006 des BfR
Hinweise auf eine mögliche Bildung von Benzol aus Benzoesäure in Lebensmitteln 56.6 KB
PDF-Datei

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Fragen und Antworten

 (1)
Datum Titel
15.05.2013 Fragen und Antworten zu Benzol in Erfrischungsgetränken und Karottensäften

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Presseinformationen

 (1)
Datum Titel Schlagworte
13.08.2015
21/2015
Tattoos: Auch der Abschied ist nicht ohne Risiko

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Themenseiten

 (1)
Link
Forschung zum Nachweis und zur Wirkung toxischer Substanzen in Lebensmitteln

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